Die Angst vor einer schmerzhaften Behandlung...
Die Angst vor einer schmerzhaften Behandlung hält viele gepeinigte Mensch davon ab, den Weg zum Zahnarzt zu gehen. Sie leben in der verrückten Vorstellung, das die Schmerzen schon von alleine verschwinden würden, wenn sie nur lang genug warten. In dieser Hinsicht muss das geschulte Personal ganz klar sagen, dass dem nicht so ist. In anderen Körperregionen mag es zwar so sein, aber eben nicht im Mund.
Wer eine Erkältung hat, kann sich drauf verlassen, dass diese von selber wieder geht. Bei Karies sieht das aber anders aus, da dies ein fortschreitender Prozess ist. Ist die Karies einmal da, frisst sie sich langsam durch den Zahn bis hin zum Nerv. Das Resultat von dem Ganzen sind furchtbare, kaum erträgliche Schmerzen.
Natürlich lassen sich auch Zahnschmerzen eine Zeitlang mit Schmerzmitteln betäuben. Allerdings nicht unbegrenzte Zeit. Ist die Karies schon fortgeschritten, so richtet auch ein Schmerzmittel nichts mehr aus. Dafür ist die Zerstörung dann schon zu weit fortgeschritten. Als Vergleich kann man die Tatsache betrachten, dass Zähne in vergangener Zeit oft als erstes bearbeitet wurden, als die Folter noch eine aktuelle Verhörmethode war. Gerade weil der Mund so stark mit Nerven vernetzt ist, konnte dem Delinquenten mit wenigen Handgriffen viel Schmerz zugefügt werden.
Zudem tut sich bei entzündeten Nerven oder gar einem Abszess das schwerwiegende Problem auf, dass das Betäubungsmittel nicht mehr anschlägt. Der Körper reagiert bei einer Entzündung im Körper immer mit einer Mehrdurchblutung in der entsprechenden Region, damit die Bakterien und Abfallprodukte ( wie zum Beispiel Eiter) schnellstmöglich aus dem betroffenen Gebiet abtransportiert und vom Körper abgebaut werden können. Eigentlich ist das ein sehr gutes Verhalten, was der Körper da an den Tag legt. Dumm nur, dass er nicht nur Nebenprodukte der Entzündung entsorgt, sondern auch das Anästhetikum. Im Klartext heißt das, dass die Betäubung fast genauso schnell wieder raus aus dem Wundgebiet ist, wie sie rein gespritzt wurde. Und genau solche unangenehmen Folgen kann der Patient sich ersparen, wenn er regelmäßig zum Zahnarzt geht.